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Kinderfotos in Freiburg: Zeit ist der wichtigste Faktor

Ein Kind lacht nicht, weil ein Erwachsener es verlangt. Es lacht, weil etwas lustig ist, weil es sich sicher fühlt oder weil es gerade etwas Spannendes entdeckt hat. Für natürliche Kinderfotos bedeutet das vor allem eines: Ich muss warten können. Bevor ich überhaupt auslöse, darf das Kind herausfinden, wer dieser Mann mit der großen Kamera eigentlich ist.

Runter auf Kinderhöhe

Die meisten Kinderbilder entstehen bei mir kniend, hockend oder im Gras sitzend. Von oben fotografiert sehen Kinder klein und ein bisschen verloren aus. Auf Augenhöhe begegnen sie der Kamera als Gegenüber – und genau dieses Gefühl spiegelt sich in ihrem Blick.

Was Eltern vorab tun können

  • Legt den Termin in eine Zeit, in der euer Kind satt und ausgeschlafen ist. Ein übermüdetes Kleinkind rettet auch die beste Kamera nicht.
  • Lieblingsspielzeug oder Kuscheltier dürfen gern mit. Vertrautes gibt Halt.
  • Kündigt das Shooting als kleinen Ausflug an, nicht als Pflichttermin.

Das Wichtigste zuerst: Eure Gelassenheit ist ansteckend. Je weniger ihr erwartet, desto mehr bekommt ihr meist zurück.

Mädchen stützt das Kinn auf die Hand und blickt verträumt zur Seite

Woran man ein echtes Kinderfoto erkennt

Fragt man Eltern nach ihrem Lieblingsbild vom eigenen Kind, zeigen sie selten das ordentlichste. Meist ist es eines, das einen bestimmten Wesenszug einfängt: die gerunzelte Stirn beim Puzzeln, das verschmitzte Grinsen kurz vor einem Streich, die Haare, die beim Rennen in alle Richtungen fliegen. Solche Bilder kann man nicht bestellen – man kann ihnen nur Raum geben.

Bewegung zulassen

Bei Fototagen in Kitas rund um Freiburg arbeite ich gern draußen im Garten der Einrichtung, wenn das Wetter es zulässt. Statt eines festen Stuhls vor einer Leinwand gibt es mehrere Plätze, zwischen denen die Kinder wählen: die Rutsche, einen Baumstamm, eine Ecke mit Laub. Ich folge ihnen, nicht umgekehrt.

Mit Quatsch zum echten Lachen

Das berühmte „Cheese“ führt fast immer zu verkrampftem Zähnezeigen. Albernheit funktioniert besser. Dabei hilft mir „Oreo“, ein Orang-Utan aus Plüsch, der bei Tieren ständig danebenliegt. Hält er etwa eine Kuh für einen Löwen, korrigieren ihn die Kinder lautstark mit Muhen und Brüllen – und vergessen dabei völlig, dass sie gerade fotografiert werden. Wie ich Fototage in Kitas und Schulen gestalte, zeige ich ausführlich unter Kindergarten- und Schulfotografie in Freiburg.

Gut gemeint, aber hinderlich: häufige Fehler

Fast alle Stolpersteine bei Kinderfotos entstehen, weil Eltern sich besonders schöne Bilder wünschen. Ein paar Dinge erreichen trotzdem eher das Gegenteil:

  • Zurufe aus dem Hintergrund: Ruft jemand „Jetzt lach mal!“, wandert der Blick zu Mama oder Papa, und das Lächeln wird zur Pflichtübung. Überlasst die Unterhaltung ruhig mir.
  • Deals vor dem Termin: Ein versprochenes Eis für gutes Benehmen erzeugt Leistungsdruck. Belohnt lieber hinterher, ganz ohne Bedingung.
  • Frisch gekaufte Festtagskleidung: Was steif ist oder kratzt, zeigt sich unmittelbar in der Mimik.
  • Fotos zwischen zwei Terminen: Kommt ein Kind gerade vom Turnen oder vom Kinderarzt, ist der Akku oft leer.
  • Vergleiche: Ein Satz wie „Dein Bruder hat das aber super gemacht“ verunsichert. Jedes Kind taut in seinem eigenen Tempo auf.

Anziehen, worin man toben kann

Gut aussehen und bequem sein schließt sich nicht aus. Einfarbige Oberteile in warmen, gedeckten Tönen wirken auf Fotos ruhig und lassen dem Gesicht den Vortritt; Neonfarben und große Aufdrucke ziehen den Blick dagegen weg. Denkt auch an die Schicht unter der Jacke, falls es mittags warm wird und die Jacke fällt. Ausführlicher geht es darum im Ratgeber Outfit fürs Shooting.

Kein Kind gleicht dem anderen – auch nicht vor der Kamera

Nach zahlreichen Fototagen habe ich gelernt, dass keine Methode bei jedem Kind greift. Vier Situationen begegnen mir aber immer wieder:

Zurückhaltende Kinder

Sie bekommen Zeit zum Beobachten. Manche schauen erst eine Weile zu, wie ich andere fotografiere, und rücken dann von selbst näher. Hilfreich ist oft ein Freund oder eine Freundin an der Seite – oder der Moment, in dem das Kind selbst einmal durch den Sucher schauen darf.

Kinder mit viel Energie

Stillsitzen muss niemand. Wir rennen, hüpfen, balancieren, und ich fotografiere mittendrin. Dieser Bewegungsdrang ist Teil der Persönlichkeit und gehört deshalb auch ins Bild.

Kleinkinder

Bei den Jüngsten arbeite ich in kurzen Etappen und nehme, was der Moment hergibt. Am Vormittag, frisch ausgeschlafen, gelingt meist deutlich mehr als nach dem Essen.

Grundschulkinder und Ältere

Ab einem gewissen Alter wollen Kinder mitreden. Ich frage nach ihren Ideen und lasse sie Haltungen oder Plätze vorschlagen. Gerade bei Einschulungsfotos haben viele eine klare Vorstellung, wie sie mit ihrer Schultüte aussehen möchten – und sind zu Recht stolz darauf.

Wie ein Fototag in Kita oder Schule organisatorisch abläuft, von der Anmeldung bis zur Bestellung, erklärt der Ratgeber Foto-Termin in Kindergarten und Schule.

Was Eltern zu Kinderfotos häufig fragen

Dann legen wir eine Pause ein und versuchen es später erneut. Niemand wird vor die Kamera gedrängt; meist kehrt die Neugier nach ein paar Minuten ganz von allein zurück.

Am Vormittag sind Kinder in der Regel wach, aufmerksam und gut gelaunt. Deshalb lege ich Fototage in der Kita meist in die Zeit zwischen 8 und 12 Uhr.

Nein, grundsätzlich nicht. Ob Fotos von ihnen online stehen, sollen Kinder später selbst entscheiden dürfen. Beispielbilder zeige ich ausschließlich mit ausdrücklichem Einverständnis der Eltern.

Auf Wunsch retuschiere ich kleine Kratzer, Rötungen oder ein Pflaster behutsam. Das Gesicht eures Kindes bleibt dabei so natürlich, wie es ist.

Gern. Unabhängig von Kita und Schule vereinbaren wir einen eigenen Termin – zum Beispiel draußen an der Dreisam, im Seepark oder bei euch daheim.

Kinderfotos ohne Zwangslächeln?

Ob Fototag in eurer Einrichtung oder Familienshooting in Freiburg: Meldet euch, und wir besprechen in Ruhe, was zu euren Kindern passt.